1. Warum gute Bilder in der Gastronomie über den Umsatz entscheiden
Bevor ein Gast Ihr Lokal betritt, hat er es online bereits gesehen – auf Instagram, in Google-Reviews, im Lieferdienst-Marketplace oder auf Ihrer Website. Bilder sind dort der erste und oft einzige Hebel, der zwischen „klingt interessant" und „klicke ich weg" entscheidet. Plattformen wie Lieferando, Wolt und Uber Eats zeigen in ihren eigenen Auswertungen regelmäßig zweistellige Umsatzsteigerungen, sobald Restaurants Smartphone-Schnappschüsse gegen professionelle Foodfotos austauschen.
Genauso wichtig: Gäste, die schon im Lokal sitzen, lassen sich durch hochwertige Speisekarten-Bilder zum teureren Gericht oder zur Vorspeise verleiten. Das ist klassisches Up-Selling – aber ohne Personalaufwand und in jeder Schicht aktiv.
Für Sie als Gastronom heißt das: Foodfotografie ist kein Image-Luxus, sondern ein Vertriebskanal. Und wie jeder Vertriebskanal sollte er professionell aufgesetzt werden – mit Plan, Konzept und einheitlichem Look.
2. Die vier Bildkategorien, die jedes Restaurant braucht
- Foodfotos pro Gericht – appetitlich, sauber, einheitlicher Look über die ganze Karte
- Atmosphäre & Gastraum – Innenraum, Außenbereich, Bar, Tischsituationen
- Team & Handwerk – Küche in Aktion, Chef am Pass, Service am Tisch
- Detail- & Branding-Bilder – Logo am Eingang, Speisekarte, Besteck, Servietten, Marke im Detail
Diese vier Kategorien decken sämtliche Touchpoints ab – von Speisekarte und Website über Google Business Profile bis zu Social Ads. Wir planen ein Shooting in der Regel so, dass alle vier Kategorien in einem oder zwei Drehtagen entstehen. Das ist deutlich günstiger als getrennte Termine pro Thema.
3. Foodfotografie: Was Speisen wirklich appetitlich macht
Appetit entsteht im Bild durch drei Faktoren: Licht, Frische und Komposition. Frisches Licht heißt: weich, gerichtet, mit klarer Kante – das lässt Saucen glänzen und Salatblätter knackig wirken. Frische heißt: das Gericht muss in den ersten zwei Minuten nach Anrichten fotografiert sein, sonst verlieren Kräuter Spannung, Eis schmilzt, Schaum fällt zusammen.
Komposition heißt: 45-Grad-Perspektive für Hauptgänge mit Höhe (Burger, Pasta), Aufsicht („flat lay") für flache Gerichte (Pizza, Bowls, Dessertteller), niedrige Perspektive für Getränke und Cocktails. Diese drei Standard-Winkel decken 90 % aller Gastro-Anwendungen ab – sie müssen aber pro Gericht bewusst gewählt sein.
Was wir am Set immer dabei haben: Sprühflasche für Tau-Effekt auf Salat und Obst, neutrale Tücher zum schnellen Abwischen von Tellerrändern, Pinzetten für Mikro-Korrekturen an Garnituren – und enge Absprache mit Ihrem Küchenchef, damit das, was im Bild landet, exakt dem entspricht, was später am Tisch ankommt.
4. Speisekarte: Druckqualität, Look-Konsistenz, Rechtssicherheit
Eine Speisekarte mit Bildern verkauft messbar besser als eine reine Textkarte – aber nur, wenn die Bilder konsistent wirken. Springende Hintergrundfarben, mal heller, mal dunkler ausgeleuchtete Teller, unterschiedliche Tellerformen – das wirkt unprofessionell und schadet mehr, als es nutzt.
Deshalb arbeiten wir bei Speisekarten-Shootings mit einer festen Bildgrammatik: gleicher Hintergrund, gleiche Lichtsetzung, gleicher Bildausschnitt pro Gericht-Kategorie. Vorspeisen einheitlich, Hauptgänge einheitlich, Desserts einheitlich. Das Auge erkennt diese Ordnung sofort als „hier hat sich jemand Mühe gegeben".
Für den Druck liefern wir CMYK-fähiges Material in hoher Auflösung; für die digitale Karte (QR-Code-Menü) zusätzlich WebP in mobiloptimierter Größe. Wichtig: Wenn ein Gericht auf dem Bild abweicht von dem, was tatsächlich serviert wird (z. B. mehr Garnitur), kann das wettbewerbsrechtlich relevant werden – wir stylen deshalb realitätsnah, nicht „instagrambar".
Dieser Abschnitt ist ein redaktioneller Überblick. Für wettbewerbsrechtliche Fragen rund um Werbeaussagen, Lebensmittelkennzeichnung oder Verbraucherinformationsverordnung wenden Sie sich an Ihre IHK, einen Fachanwalt oder den DEHOGA – wir setzen Ihre Vorgaben fotografisch um.
5. Bilder für Lieferdienste: Lieferando, Wolt, Uber Eats
Lieferdienst-Plattformen sind ein eigenes Bildformat-Universum. Lieferando arbeitet mit quadratischen Bildern bei einheitlichem Hintergrund, Wolt verlangt freigestellt oder neutral, Uber Eats mischt Aufsicht und Diagonal-Look. Jede Plattform hat eigene technische Spezifikationen für Mindestauflösung, Seitenverhältnis und Bildränder.
Wir liefern für jede Plattform passende Crops aus dem gleichen Originalbild. Das spart Doppel-Shootings und sorgt für einen Look, der zur Marke passt – auch wenn die Plattformen unterschiedliche Rahmen vorgeben. Erfahrungswerte aus laufenden Projekten: Restaurants, die ihre Top-10-Verkäufer mit professionellen Lieferdienst-Bildern ausstatten, sehen meist innerhalb weniger Wochen messbar mehr Bestellungen für genau diese Gerichte.
Wichtig zu wissen: Die Plattformen lehnen schlecht ausgeleuchtete oder pixelige Bilder regelmäßig ab. Wer hier mit Smartphone-Fotos arbeitet, riskiert, dass das beste Gericht im Marketplace ohne Bild läuft – und damit deutlich weniger geklickt wird.
6. Restaurant-Atmosphäre: Innenraum, Außenbereich, Details
Atmosphäre-Bilder sind das, was Gäste online zur Reservierung bewegt. Hier zählt nicht die Schärfe einzelner Saucentropfen, sondern das Gefühl: Lichtstimmung, Materialien, Tischwäsche, Bestuhlung, Blick durchs Fenster. Diese Bilder entstehen idealerweise zur „Golden Hour" am späten Nachmittag – warmes Licht, gefüllter Gastraum (oder gestellt mit Statisten), brennende Kerzen, gedeckte Tische.
Für Außenbereiche, Sommerterrasse oder besondere Architektur ergänzen wir auf Wunsch Drohnenaufnahmen aus 4K. Das funktioniert besonders für Hotels mit Restaurant, Ausflugslokale am Wasser oder Biergärten – ein Vogelperspektiv-Bild auf der Startseite vermittelt Größe und Lage in einer Sekunde. Wir bringen das EASA-Fernpilotenzeugnis A1/A3 + A2 und 2 Mio. € gewerbliche Haftpflicht mit, sodass Sie sich um die Genehmigungs- und Versicherungsthemen nicht kümmern müssen.
Für Innenaufnahmen ist Lichtmischung das schwierigste Thema: Tageslicht aus dem Fenster mischt sich mit warmem Innenraumlicht und Akzentbeleuchtung. Das richtig auszubalancieren ist genau das, wofür ein erfahrener Fotograf engagiert wird – die Smartphone-Automatik bekommt das selten sauber hin.
7. Team & Handwerk: Bilder, die Vertrauen schaffen
Menschen kaufen von Menschen. Das gilt online doppelt – gerade in der Gastronomie, wo Persönlichkeit und Handwerk Teil des Produkts sind. Bilder vom Küchenchef am Pass, von der Servicekraft am Tisch, vom Sommelier mit der Flasche in der Hand schaffen Nähe und Differenzierung zur Konkurrenz, die nur Teller zeigt.
Für diese Strecken brauchen wir Vorlaufzeit für ein kurzes Briefing: Wer steht wo, welche Kleidung trägt das Team, gibt es Branding-Details (Schürzen, Logo, Kappen), die im Bild auftauchen sollen? Wer sich vor der Kamera unwohl fühlt, bekommt von uns Anleitung – die meisten Gastro-Profis sind nach den ersten zehn Auslösern entspannt, weil wir gezielt im Tun fotografieren statt zu posieren.
DSGVO-rechtlich relevant: Jede erkennbare Person braucht eine schriftliche Einwilligung für die Bildnutzung. Wir bringen vorbereitete Model-Release-Formulare mit und dokumentieren das sauber – damit Sie die Bilder später bedenkenlos auf Website, Social Media und in Werbung einsetzen können.
8. Branding-Konsistenz: Look, Farben, Bildsprache
Das stärkste Restaurant-Branding lebt von Wiedererkennung. Wenn Ihre Foodbilder auf Instagram, der Speisekarte und im Lieferando-Auftritt unterschiedliche Looks haben (mal warm, mal kühl, mal hell, mal kontrastreich), löst sich Ihre Marke auf. Einheitlichkeit ist hier wertvoller als Spektakel.
Wir definieren am Anfang eines Projekts eine Bildgrammatik mit Ihnen: Welche Farbtemperatur? Welche Sättigung? Welcher Bildhintergrund? Welche Tischwäsche, welches Besteck als „Hausstil"? Diese Grammatik halten wir konsequent durch – auch beim Nachshooting in einem halben Jahr, wenn die Karte um drei neue Gerichte ergänzt wird. Damit bleibt Ihr Look stabil, ohne dass Sie sich selbst um die Konsistenz kümmern müssen.
9. Bilder für Website, Google Business Profile & Social Media
Eine moderne Gastro-Website braucht heute mindestens: ein Hero-Bild (16:9, ladeoptimiert), eine Speisen-Galerie, eine Atmosphäre-Strecke, ein Team-Bild – und alle in zwei Versionen (Desktop und Mobile). Wer Page-Speed ernst nimmt, liefert WebP statt JPEG aus und vermeidet 6-MB-Smartphone-Originale. Mehr dazu im Detail in unserem Page-Speed-Ratgeber.
Für das Google Business Profile sind regelmäßig neue Bilder ein direkter Ranking-Faktor: Profile mit aktuellen Fotos (alle 4–6 Wochen ergänzt) bekommen messbar mehr Anrufe und Routenanfragen. Hier zahlt sich ein wiederkehrendes Mini-Shooting alle paar Monate aus – Saisonkarte, neue Cocktails, Sommerterrasse, Weihnachtsdeko.
Auf Social Media ist das Thema Hochformat (9:16 für Reels und Stories) Pflicht. Wir produzieren bei jedem Foodshooting auf Wunsch parallel Reels-Clips mit – z. B. das Anrichten in 10 Sekunden, das Eingießen einer Sauce, das Flambieren. Das ist deutlich effizienter, als später nochmal einen Video-Termin zu legen.
10. Ablauf eines Gastronomie-Shootings bei uns
- Briefing-Call – wir besprechen Bildbedarf, Anlässe, Plattformen, Marken-Look
- Shotlist & Reihenfolge – welche Gerichte in welcher Reihenfolge (kalt vor warm, Saucen zuletzt)
- Vor Ort: Setup – Lichtaufbau in 30–45 Minuten, parallel beginnt die Küche
- Foodshooting – pro Gericht 8–15 Minuten inklusive Styling und Abstimmung mit Chef
- Atmosphäre & Team – Innenraum, Außenbereich, Personal vor und während Service
- Sichtung & Auswahl – noch am Set, damit nichts fehlt
- Postproduktion – 2–10 Werktage, eine Korrekturschleife inklusive
- Lieferung – 30 Tage Cloud-Download, sortiert nach Plattform/Verwendung
Ein typischer Gastro-Tag bei uns startet um 9 Uhr und endet vor dem Abend-Service. So bleibt Ihr Betrieb operativ – wir arbeiten so leise und kompakt, dass Sie nicht in Ausnahmezustand geraten.
11. Was kostet professionelle Foodfotografie?
Einzelne Tellerbilder liegen bei uns ab 20 € pro Bild – sinnvoll bei kleinen Karten mit klarem Setup. Für umfangreichere Karten (20+ Gerichte) und kombinierte Atmosphäre-Strecken kalkulieren wir als Tagespaket: Vorbereitung, Anfahrt, Aufbau, Shooting, Postproduktion und 30 Tage Cloud-Auslieferung sind dann pauschal abgedeckt.
Was den Preis nach oben treibt: aufwendige Garnituren mit Food-Stylist, gestellte Gastraum-Aufnahmen mit Statisten, Drohnenaufnahmen vom Außenbereich (ab 250 €), zusätzliche Reels-Videos für Social Media (Werbevideo-Pakete ab 400 €). Was den Preis stabil hält: ein klares Briefing vorab, eine vorbereitete Shotlist und ein realistischer Tagesplan.
Express-Lieferung in 1–2 Werktagen ist auf Anfrage möglich – sinnvoll, wenn die neue Saisonkarte kurzfristig live gehen muss. Unsere Zufriedenheitsgarantie und eine inkludierte Korrekturschleife gelten auch für Gastro-Projekte.
12. Häufige Fragen zur Gastronomie-Fotografie
Was kostet professionelle Foodfotografie für Gastronomen?
Einzelne Tellerbilder ab 20 € pro Bild. Komplette Speisekarten-Shootings mit 15–40 Gerichten als Tagespaket. Restaurant-Branding und Atmosphäre ergänzen wir direkt im selben Termin.
Bei mir im Restaurant fotografieren oder im Studio?
Beides möglich. Vor Ort für Atmosphäre und Authentizität, im Studio Königswinter für freigestellte Karten- und Lieferdienstbilder. Häufig kombinieren wir beides in einem Tag.
Wie viele Gerichte schaffen wir pro Tag?
15–25 Gerichte pro Drehtag bei sauberer Planung; bei sehr aufwendigem Plating 10–15. Wir takten so, dass der Mittagsservice nicht leidet.
Brauche ich für Lieferando & Co. spezielle Bilder?
Ja. Plattformen verlangen quadratische oder 4:3-Formate, einheitliche Beleuchtung und Mindestauflösungen. Wir liefern direkt in den geforderten Spezifikationen aus.
Dürfen Mitarbeiter und Gäste auf den Bildern erkennbar sein?
Nur mit schriftlicher Einwilligung. Wir bringen DSGVO-konforme Model-Releases mit und planen das Shooting entsprechend.
In welchen Formaten bekomme ich die Bilder?
JPG in Druckqualität für Karten und Plakate, WebP für Website und Lieferdienste, optional Hochkant- und Quadrat-Crops für Social Media. 30 Tage Cloud-Download.
